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Noch keine Transparenz beim Fipronilskandal

28.09.2017

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„Die Behörden müssen aufhören rumzueiern.“ Das fordert foodwatch, gemeinsam mit mehr als 18.000 Verbraucherinnen und Verbrauchern, anlässlich des Fipronil-Skandals. Denn obwohl Millionen Eier mit dem Insektizid belastet waren, informieren die Behörden bis heute nur unzureichend, welche Lebensmittel tatsächlich belastet waren. Unzählige Produkte wurden auf Fipronil getestet. Die Behörden dürfen die Laborergebnisse nicht länger zurückhalten!

Den gesetzlichen Rahmen für die Veröffentlichung gibt in diesem Fall § 40 des deutschen Lebensmittel- und Futtermittelgesetzes (LFGB) vor. Darin steht, die Behörde soll unter Nennung des Lebensmittel- oder Futtermittelunternehmens die Öffentlichkeit informieren. Das heißt im Umkehrschluss: Sie muss die Öffentlichkeit nicht informieren. Die Erfahrung hat leider gezeigt, dass solche Spielräume selten im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher genutzt werden.

Rheinland-Pfälzisches Ministerium „reagiert“ auf Protestaktion

Auf die foodwatch-Protestaktion „Immer wieder Gift im Ei: Jetzt reicht's!“ hat die Rheinland-Pfälzische Ernährungsministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt in einem Brief an foodwatch reagiert. Ihr Ministerium wird die Fipronil-Testergebnisse nicht offenlegen, bestätigt Sie in dem Schreiben. Ihre Begründung: Das Fipronil-Geschehen sei ein Beispiel dafür, „welche existenzbedrohenden Auswirkungen diese mutmaßlich kriminellen Handlungen auf die weit überwiegend redlich wirtschaftenden Betriebe haben konnten“.

Wir von foodwatch sind da anderer Meinung: Wir Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht darauf, zu erfahren, in welchen Lebensmittel Fipronil belastet Eier verarbeitet wurden und in welchen nicht. Die Vorstellung, dass Behörden und Ministerien zwar die Laborergebnisse vorliegen haben, aber diese  nicht veröffentlichen, ist absurd. Wir wollen endlich umfassend über Hersteller und Produktnamen informiert werden.

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