14.11.2016 - GTI-process AG

Elektronisches Brunnentagebuch nahtlos in die vorhandene Leittechnik integrieren

Digitalisierung im Biosphärenreservat

In der Vorstellung ist ein Mineralbrunnen bildlich eine sprudelnde Fontäne oder ein romantisches Rinnsal das aus einem Felsen herausplätschert. Optisch ist es wohl in Wirklichkeit nicht so spektakulär. Die Entstehung ist jedoch ein kleines Naturwunder und das Produkt ein wahres Lebenselixier.

Mineralwasser ist als einziges Lebensmittel amtlich anerkannt. Mineralbrunnen betreiben daher einen hohen Aufwand um ihre Produkte häufig und intensiv zu überprüfen, um amtlich anerkannt zu werden und eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen. Das Mineralwasser unterliegt mehr als 200 Kontrollen und Tests. So kann bestätigt werden, dass das Wasser aus unterirdischen, geschützten Quellen stammt, ursprünglich rein, hygienisch einwandfrei und seine Zusammensetzung an Mineralstoffen und Spurenelementen konstant ist. Nur dann darf es als „natürliches Mineralwasser“ bezeichnet werden.

Unabhängige Gutachter, Behörden und die Mineralbrunnen selbst sorgen dafür, dass die strengen Vorgaben der Mineral- und Tafelwasserverordnung eingehalten werden. Bei den Mineralbrunnenunternehmen erfolgen die Analysen zum Teil mehrmals täglich. Labore prüfen dabei die geologische Herkunft sowie die chemischen, physikalischen und hygienisch- mikrobiologischen Eigenschaften. Aber nicht nur das Wasser wird stetig überprüft und kontrolliert. Ebenso wichtig ist es auch auf Absenkung, Durchfluss und Druck im Mineralbrunnen zu achten um gleichbleibende Fördermengen des kostbaren Naturguts sicherzustellen. Hier werden die Daten in 5 min Intervall aufgezeichnet. Der Pegel der Grundwassermessstelle wird alle 15 min. aufgezeichnet. Der Gesamtniederschlag des vergangenen Tages fließt täglich als Messwert mit ein.

Um die Brunnendaten zu erfassen und zu protokollieren, was für das Anerkennungsverfahren von der Behörde vorgeschrieben ist, ist eine Software für ein Wasser Ressourcen-Management von Vorteil.

Der MineralBrunnen RhönSprudel ist da auf neuestem technologischem Stand. Deren neu implementiertes System GW Base 9 verwaltet alle im Rahmen eines Wasser- und Umwelt-Monitoring Projektes anfallenden Daten und Informationen. Seit Jahren setzt RhönSprudel bereits auf die Prozessleittechnik von GTI-process aus Marktheidenfeld. Deren absolute Stärke ist, autarke Softwarelösungen wie GW Base nahtlos in die Leittechnik integrieren zu können um eine Digitalisierung zu realisieren, bei der alle Daten in einer Datenbank verfügbar sind. Alle erforderlichen Informationen wie Kennzahlen, Jahreswerte, Min/Maxwerte, Reports etc. können einfach und ohne Personalaufwand zur Verfügung gestellt werden. Über das ClientServer-System PROCON-WIN werden seit 2005 alle Brunnendaten protokolliert und zusammen getragen. Das System wird stetig erweitert und mit neuen Komponenten ergänzt, um somit auf hohem Niveau Qualitätsstandart und behördliche Vorgaben gewährleisten zu können. Ziel ist es die in Insellösungen verteilten Daten in eine gemeinsame Datenbank zu überführen, um einen zeitnahen Überblick über die Produktion zu haben und Kennzahlen, Energiemanagement, Maschinendatenerfassung und Optimierungen ohne großen personellen Aufwand durchführen zu können.

Für die Implementierung der neuen Komponente wurde durch die GTI ein neuer SQL-Server für die Brunnenaufzeichnung „Geologen“ installiert. Das Projekt Brunnendatenaufzeichnung wurde so umgebaut, dass das neue Managementsystem die gesammelten Daten der letzten 10 Jahre verwalten kann. Zusätzlich werden jede Nacht CSV-Dateien mit den Daten der 21 Brunnen (Absenkung, Durchfluß und Druck) in ein Import Verzeichnis kopiert. 21 Messstellen kontrollieren somit kontinuierlich den Wasserspiegel. Um die Wasserressourcen zu schonen, fördert RhönSprudel stets nur die Menge an Mineralwasser, die auf natürlichem Wege nachfließt. Vom wertvollen Wasservorkommen nutzen sie daher lediglich 3,6 Prozent.

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