05.07.2022 - Verband für Alternative Proteinquellen e.V.

Pflanzenbasierter Proteinalternativen 2022

Vegetarische und vegane Produkte sind hierzulande fester Bestandteile der Ernährung — 73% der Deutschen essen sie regelmäßig

Von Hafermilch im Frühstücksmüsli über Soja-Geschnetzeltes auf dem Grill bis hin zum veganen Käse auf der Pizza — pflanzliche Alternativprodukte werden zu einer immer selbstverständlicheren Präsenz auf deutschen Tellern. Eine von BALPro in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Bloom Partners, dem Food Campus Berlin und dem Hamburger Marktforschungsunternehmen Appinio verfasste Studie analysierte deshalb nun, wie sich die Verbraucherwahrnehmung Alternativer Proteinquellen entwickelt. Dazu wurden im Januar 2022 in einer national repräsentativen Stichprobe (nach Alter und Geschlecht) 1.000 Teilnehmer befragt. Das Ergebnis: Der Konsum pflanzenbasierter Proteinalternativen steigt kontinuierlich an und die Anforderungen, die Konsumenten stellen, nehmen zu.

Rund 73 Prozent der in Deutschland Befragten gaben an, in den letzten Monaten Alternativprodukte konsumiert zu haben, wobei der Konsum insbesondere unter Fleischessern angestiegen ist. So bezeichnen sich aktuell rund 58 Prozent der regelmäßigen Konsumenten von Alternativprodukten als Omnivoren und rund 24 Prozent als Flexitarier.

Weniger konventionelle Produkte für mehr Tier- und Umweltschutz 

Etwa 37 Prozent gaben an, in den letzten Monaten weniger tierische Produkte als in der Vergangenheit gekauft zu haben. Als Grund hierfür wurden neben Tier- sowie Umweltschutz auch gesundheitliche Motive sowie der Wunsch, Neues auszuprobieren, genannt. 

Sowohl bei Heavy Usern (Konsum pflanzlicher Produkte mindestens einmal pro Woche) sowie bei Light Usern (Konsum pflanzlicher Produkte weniger als einmal pro Woche) sind insbesondere Milchalternativen, pflanzliche Aufschnitt- und Aufstrich-Alternativen sowie pflanzliche Wurstalternativen beliebt.

Implikationen für die Industrie

Die Corona-Pandemie hat bei vielen Verbrauchern ein neues Bewusstsein für die negativen Auswirkungen der Massentierhaltung geschaffen. Gleichzeitig hat die Lust auf neue, gesunde und umweltfreundliche Lebensmittel-Innovationen zugenommen. Diese Entwicklungen gilt es nun — durch ein zeitgemäßes Storytelling, das den Tier- und Umweltschutz-Gedanken in den Fokus rückt — weiter zu befeuern.

Zudem gaben Befragte an, sich mehr Informationen in Bezug auf Verarbeitung und Inhaltsstoffe ihrer Lebensmittel zu wünschen. „Für Hersteller von pflanzlichen Alternativen wird es deshalb künftig von zentraler Bedeutung sein, nicht nur leckere und innovative Produkte zu entwicklen, sondern auch die bestehenden Informationslücken in Bezug auf Inhaltsstoffe, Verarbeitung und Umweltbilanz transparent zu schließen“, so Fabio Ziemßen, BALPro-Vorstand. „Hierbei sind Unternehmenskooperationen und ein Einbezug von Startups in den Transformationsprozess unverzichtbar, wozu BALPro als bundesweites Netzwerk mit 116 Mitgliedern seinen Beitrag leisten möchte.“

 

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