29.06.2022 - VION N.V.

Mein täglich Fleisch

Fleisch-Konsumgewohnheiten der Deutschen nahezu stabil

Die Inflation auf Rekordniveau, verrücktspielende Preise, Verunsicherung, die sich ausbreitet. Umso überraschender, wie stabil die Einstellung der Deutschen zum Thema Fleisch bleibt. Zusammen mit dem Marktforschungsinstitut GfK hat die Vion Food Group im März 2022 ihre jährliche repräsentative Erhebung durchgeführt. Mit dem Ergebnis: Sowohl die grundsätzliche Einstellung zum Thema Fleisch als auch die Megatrends bleiben seit 2020 unverändert. Für knapp 60 Prozent der Bevölkerung zählt Fleisch als unverzichtbarer Bestandteil zur Ernährung dazu. Genau so stabil bleibt auch die Anzahl der Menschen, für die das Fleisch explizit zur gesunden Ernährung gehört (51 Prozent). Und auch die Zahl der Flexitarier, die ihren Fleischkonsum aus Gründen gesunder Ernährung reduzieren, liegt seit drei Jahren mit leichten Schwankungen bei ca. 55 Prozent. "Die Deutschen scheinen ihre Einstellung zum Fleischkonsum und den damit verbundenen wichtigen Megatrends Tierwohl, Nachhaltigkeit, Regionalität und Transparenz nun gefunden zu haben - trotz Corona-Krise und Inflation", so Wilhelm Habres, Director Sales Trade & Marketing Beef von Vion, der den Consumer Monitor (VCM) des Unternehmens seit vielen Jahren verantwortet.

Regionalität vor Transparenz und Tierwohl

Dass Fleisch aus der Region beim Verbraucher weiterhin hohe Aufmerksamkeit genießt, ist ein anhaltender Megatrend. Mit 78 Prozent liegt er vor Nachhaltigkeit (71 Prozent), Tierwohl (70 Prozent) und transparenter Herkunft (66 Prozent). Alle vier Megatrends haben sich seit 2020 kaum verändert. Dabei sagen 75 Prozent der Befragten grundsätzlich: "Gutes Fleisch darf auch mal teurer sein". Konkret beim Kaufkriterium Regionalität sind 67 Prozent der Verbraucher bereit, mehr Geld zu bezahlen, während 65 Prozent von ihnen erklären, dass sie für die Gewissheit von mehr Tierwohl höhere Preise akzeptieren würden.

Haltungsformen geben Orientierung

Einmal mehr hat der Lebensmitteleinzelhandel seine Haltungsformen 1 - 4 beim Verbraucher fortschreitend verankert. Gaben 2021 schon 50 Prozent der Haushalte an, die Haltungsformen des Handels zu kennen, so sind es 2022 bereits knapp 66 Prozent. Für mehr als die Hälfte (52 Prozent) bietet die Haltungsformkennzeichnung eine wichtige Orientierung beim Einkaufen. Vor allem Bio-Fleisch-Käufer sind überdurchschnittlich informiert: 78 Prozent kennen die Haltungsformen, 82 Prozent bevorzugen beim Einkaufen Programme mit höherem Maß an Tierwohl. Besonders bei Metzgereien und Vollsortimentern achten die Verbraucher auf Tierwohlkennzeichnung und nutzen dafür unter anderem auch die Haltungsformen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Vorlage der Bundesregierung zur geplanten Haltungskennzeichnung, die ggf. beim Verbraucher für mehr oder weniger Orientierung beziehungsweise Verunsichering sorgen könnte, im Umfragemonat März des Vion Conumer Monitors noch nicht erfolgt war.

Wie der Vion Consumer Monitor zeigt, hat gut jeder Zweite der Befragten (51%) seinen Fleischkonsum bereits reduziert. Nur acht Prozent von ihnen planen für die Zukunft, ihren Konsum noch weiter zu reduzieren. "Damit bleibt Fleisch für deutsche Konsumenten weiterhin essentieller Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung", so Wilhelm Habres. "Mit unserer regionalen Struktur und unseren Nachhaltigkeitsinitiativen bieten wir den Verbrauchern, die Wert auf hochwertiges, regionales Fleisch legen, ein umfassendes Angebot und können so gemeinsam positiv in die Zukunft schauen".

Vion Consumer Monitor

Seit 2007 befragt Vion jährlich in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinsiitut GfK etwa 4.000 Haushalte und kreuzt die Ergebnisse mit den tatsächlichen Einkaufsdaten, um möglichst genaue und repräsentative Informationen zu den aktuellen und relevanten Themen zu erhalten. Die als Langzeit angelegte Erhebung liefert zudem spannende Daten zu den aktuellen Entwicklungen und Trends. 2022 fand die Befragung im März statt, sodass die Inflation und die angespannte internationale Lage mit dem Krieg in der Ukraine bereits bei den Befragten "angekommen" waren.

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