24.01.2022 - Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

AK Preismonitor Lebens- und Reinigungsmittel: Wenn günstige Preise weh tun!

Preiswerte Lebensmittel und Hygieneprodukte sind seit September 2021 um durchschnittlich 5,4 Prozent teurer geworden

Günstige Waren des Alltags kosten nun deutlich mehr als noch vor drei Monaten – die AK ortete von September bis Dezember 2021 ein Preisplus von durchschnittlich 5,4 Prozent. Einzelne Produkte, etwa Penne, Sonnenblumenöl, Mehl oder Butter sind spürbar teurer. Das zeigt ein aktueller AK Preismonitor mit 40 preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln bei insgesamt sieben Wiener Supermärkten und Diskontern im Dezember 2021.

Der AK Preismonitor zeigt: Die Preise für einen Einkaufskorb mit 40 preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln stiegen innerhalb der letzten drei Monate um 5,4 Prozent. „Kostete der Einkaufskorb im September 2021 durchschnittlich noch 51,22 Euro, so waren es im Dezember 2021 durchschnittlich 54 Euro“, erklärt AK Konsument:innenschützerin Gabriele Zgubic. „Bei den günstigsten Produkten handelt es sich meist um Eigenmarken wie ‚Clever‘ oder ‚S-Budget.“

Starke Verteuerungen gab es zum Beispiel bei Teigwaren/Penne (plus 53 Prozent), Sonnenblumenöl (plus 33 Prozent), Mehl und Teebutter (jeweils plus 23 Prozent) und Kartoffeln (plus 19 Prozent).

Bei einigen Produkten gab es auch Verbilligungen: Pizza Margherita (minus 14 Prozent) und Fischstäbchen (minus neun Prozent).

Mehr zahlen in Supermärkten als bei Diskontern: „Im Dezember 2021 kostete der Einkaufskorb in Supermärkten um durchschnittlich 8,4 Prozent mehr als bei den Diskontern“, betont Zgubic.

„Die Corona-Krise ist noch nicht vorbei und für viele Menschen heißt das, mehr denn je aufs Geld schauen. Daher achten sie beim Einkaufen auf die Preise und vergleichen sie“, resümiert Zgubic. „Da ist es bitter, wenn sie auch für preiswerte Waren des Alltags tiefer ins Geldbörsel greifen müssen.“ Die durchschnittliche Inflationsrate für 2021 lag laut Statistik Austria bei 2,8 Prozent, wobei im Jahresverlauf die Teuerungsrate von 0,8 Prozent auf 4,3 Prozent stieg.

Zum Preismonitor: Die AK hat vom 13. bis 17. Dezember 2021 40 preiswerteste Produkte (also das Produkt mit dem günstigsten Grundpreis) in vier Wiener Supermärkten (Billa, Billa Plus, Spar, Interspar) und drei Diskontern (Hofer, Lidl, Penny) erhoben.

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