10.12.2021 - ALEPHFARMS

Aleph Farms und WACKER entwickeln offene Lieferkettenlösung für Proteine zur großtechnischen Produktion von Zellkulturfleisch

Ziel ist es, erhebliche Kostenbarrieren für die großtechnische Produktion von kultiviertem Fleisch zu beseitigen

Aleph Farms, das erste Unternehmen für kultiviertes Fleisch, das Steaks direkt aus nicht gentechnisch veränderten tierischen Zellen züchtet, und WACKER, ein Anbieter führender Technologien für die Proteinproduktion, haben eine Entwicklungspartnerschaft geschlossen. Das gaben die beiden Unternehmen heute bekannt. Bei der Zusammenarbeit geht es um die Entwicklung optimierter Produktionsprozesse für essenzielle Proteine von Wachstumsmedien zur kosteneffizienten Produktion von kultiviertem Fleisch. Diese Proteine, die für die Förderung und Unterstützung des Zellwachstums von zentraler Bedeutung sind, sind derzeit auf dem Markt nicht in großen Mengen erhältlich und stellen einen der wesentlichsten Kostenfaktoren bei der großtechnischen Herstellung von Zellkulturfleisch dar.

Die Vereinbarung zwischen WACKER und Aleph Farms ist nicht exklusiv. Ziel ist es, dass jedes Unternehmen diese Proteine künftig zu erschwinglichen Preisen beziehen und so auf fetales Kälberserum (FKS) oder tierische Bestandteile verzichten kann. Die offene Lieferkettenlösung soll die Branche in die Lage versetzen, ihre Produktion schneller zu skalieren und Kostenparität mit konventionellem Fleisch zu erreichen. Dadurch soll eine bedeutende Hürde für die Kommerzialisierung von kultiviertem Fleisch beseitigt werden.

„Die Kosten zu senken und geeignete Rohstoffe bereitzustellen, ist jetzt mit Blick auf den Ausbau der Produktion unerlässlich, um die Verbreitung von Zellkulturfleisch zu fördern und seine Bedeutung zu steigern", sagte Didier Toubia, Mitbegründer und Chief Executive Officer von Aleph Farms. „In die Entwicklung einer Lieferkettenlösung zu investieren, die der gesamten Branche zur Verfügung steht, ist ein Ergebnis unseres innovativen und integrativen Geschäftsmodells und der Anstoß für unsere Partnerschaft mit WACKER. Die wissenschaftliche Expertise unseres Teams und die große Erfahrung von WACKER ermöglichen es, Proteine in der Menge, Qualität und zu den Kosten zu produzieren, die notwendig sind, um das ehrgeizige Ziel von Aleph zu erreichen, Kostenparität mit konventionellem Fleisch zu erreichen."

WACKER bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Proteinproduktion in die Partnerschaft ein und verfügt über ein tiefes Verständnis der Anforderungen und Vorschriften in der Lebensmittelindustrie. In seinen zentralen Konzernforschung in München arbeitet WACKER an der fermentativen Herstellung von Zellkulturproteinen für den Einsatz in Lebensmitteln, welche die gleiche Zusammensetzung aufweisen wie die in Tierkörpern produzierten Proteine. Ähnliche Produktionsverfahren werden bereits heute zur Herstellung von Enzymen für die Lebensmittelverarbeitung eingesetzt.

„Der Markt für kultiviertes Fleisch entwickelt sich rasant und wir wollen dazu beitragen, dass es für jedermann erschwinglich wird", sagte Susanne Leonhartsberger, Leiterin von WACKER BIOSOLUTIONS, der Life-Science-Sparte von WACKER. „Wir bei WACKER verfügen über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Proteinproduktion. Unsere Wissenschaftler haben fortschrittliche Produktionstechnologien entwickelt, auf die wir zurückgreifen können. Auf dieser Basis steigen wir nun in den Bereich Zellkulturfleisch ein. Als das technologisch fortschrittlichste Unternehmen auf diesem Gebiet ist Aleph Farms für uns ein idealer Partner für dieses Projekt."

Medienproteine sind natürliche Bestandteile aller tierischer Zellen. Sie sind essenzielle Komponenten im Produktionsprozess von Zellkulturfleisch und stellen aktuell den Hauptkostentreiber bei dessen Herstellung dar. Sie fördern das Wachstum und die Reifung von Zellen zu Muskel-, Fett- und kollagenproduzierenden Zellen. Auch für die Unterstützung der Zellaktivität sind sie unerlässlich. Ziel der Partnerschaft zwischen WACKER und Aleph Farms ist es, die Kosten für diese Proteine deutlich zu senken und den Qualitätsstandard sowie die Skalierung an die Lebensmittelindustrie anzupassen. Die Proteine sollen künftig allen Unternehmen der Branche zur Verfügung stehen.

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