25.11.2021 - True. ApS

Die nackte Wahrheit - True Gum revolutioniert den Kaugummimarkt

Leergeräumte Regale in Berlins Kiosken und Spätis, schockierte Passant*innen - im Rahmen der Kampagne "The Big Plastic Raid" macht der Kaugummihersteller True Gum darauf aufmerksam, was in den meisten herkömmlichen Kaugummis eigentlich steckt: nämlich Plastik. Um der Diskussion darüber neuen Antrieb zu verleihen, sind alle gefragt - join the movement!

"Das kommt mir nicht auf den Tisch" - dieser Satz würde vermutlich öfter fallen, wüssten Konsument*innen besser darüber Bescheid, was eigentlich in den Produkten steckt, die sie täglich konsumieren. Erdölbasierte Stoffe, Weichmacher, Latex, Stabilisatoren - was klingt, wie die Herstellung von Autoreifen oder Wandfarbe, ist tatsächlich die unbeschönigte Liste von Zutaten, die bei der Produktion von herkömmlichen Kaugummis verwendet werden können. Schwer verdaubare Information, wortwörtlich. Obwohl derartige Inhaltsstoffe längst kein Geheimnis mehr sind und in der jüngeren Vergangenheit bereits zu Diskussionen führten, ist nur den wenigsten Menschen bewusst, worauf sie eigentlich kauen: 83 Prozent der Befragten einer repräsentativen Umfrage[i] des dänischen Kaugummiherstellers True Gum wissen nicht, dass sie möglicherweise beim Konsum der meisten herkömmlichen Kaugummis unwissentlich auf Plastik kauen. Und nur die Hälfte der Befragten gibt an, dass Kaumasse ein Inhaltsstoff sein könnte, bei dem unklar ist, woraus er besteht.[ii] Grundsätzlich ist mangelnde Transparenz bei Inhaltsstoffen ein großes Problem, dem sich Konsument*innen gerade bei Lebensmitteln ausgesetzt sehen. Der Facharzt Assoz. Prof. PD DI Dr. med. Hans-Peter Hutter, stellvertretender Leiter der Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien, fordert: "Eine vollständige Offenlegung von Inhaltsstoffen sollte selbstverständlich sein. Für Konsument*innen liegt dann eine fundierte Entscheidungsgrundlage vor, die auch im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes zu sehen ist." Nicht umsonst wurde erst Anfang Oktober 2021 der Zusatzstoff Titandioxid, der sich unter anderem besonders häufig in Kaugummis findet, von der Europäischen Union verboten.[iii]

Wissen ist der neue Luxus

Mit mangelnder Transparenz soll jetzt endlich Schluss sein: Um verstärkt über Inhaltsstoffe aufzuklären, startet True Gum eine Bewegung und befreite zusammen mit dem True Gum Squad vergangene Woche im Rahmen der Kampagne "The Big Plastic Raid" Berlins Kiosk- und Späti-Regale von Kaugummi mit bedenklichem Inhalt. Weil kein Mensch mehr auf Plastik kauen und seinem Körper Schadstoffe zuführen soll, stellt True Gum biologisch abbaubaren Kaugummi her und ist dabei das erste und einzige Kaugummiunternehmen weltweit, dessen Produkte als palmölfrei zertifiziert sind.

Doch damit nicht genug: Der Kaugummihersteller ging einen Schritt weiter und zeigte Konsument*innen die nackte Wahrheit, indem er die Kaugummis herkömmlicher Hersteller nicht einfach still und leise verschwinden ließ, sondern sich etwas Besonderes für ihr "zweites Leben" ausdachte: Am zweiten Tag des "Big Plastic Raid" fand ein Re-Sampling statt, in dessen Rahmen herkömmlicher Kaugummi blankziehen und mit neuer Verpackung zeigen musste, was in ihm steckt. "Derzeit lässt sich noch nicht zuverlässig einschätzen, welches Risiko für die menschliche Gesundheit von Mikroplastik ausgeht. Aber: Mikroplastikartikel stellen Fremdkörper dar und können Entzündungsreaktionen auslösen. Problematisch ist nicht nur das Plastikteilchen an sich, sondern auch, dass über das Mikroplastik diverse Chemikalien wie etwa Weichmacher aufgenommen werden können. Einige dieser Substanzen können hormonell wirksam sein, andere wirken etwa auf das Nervensystem. Insgesamt lässt sich also trotz Forschungsbedarfes zu diesem Thema sagen: Förderlich ist die Aufnahme von Mikroplastik sicher nicht", so Hans-Peter Hutter.

Dass es hier dringend Aufklärungsbedarf gibt, zeigten nicht nur die Reaktionen der mit den Neuverpackungen konfrontierten Passant*innen in der Berliner Fußgängerzone. Nur 17 Prozent der Befragten der Umfrage von True Gum vermuten, dass in vielen Kaugummis Mikroplastik enthalten sein könnte.[iv] Der Kaugummihersteller True Gum nimmt mit der Kampagne "The Big Plastic Raid" und dem in diesem Rahmen entstandenen Film den Kampf für mehr Aufklärung und Aufmerksamkeit rund um die Thematik auf. Doch nur gemeinsam kann es gelingen, nachhaltig für eine Veränderung zu sorgen, weswegen alle aufgerufen sind, sich der Diskussion und der Bewegung anzuschließen - denn Wissen ist der neue Luxus und Transparenz das höchste Gut.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Kaugummi
  • Weichmacher
  • start-ups
Mehr über True.
  • News

    Wir bauten unsere eigene Kaugummifabrik von Grund auf neu auf

    True Gum ist ein dänisches Start up, das 100% biologisch abbaubare Kaugummis entwickelt, die komplett in der eigenen kleinen Fabrik in Kopenhagen gefertigt werden. Statt einer Kaumasse auf Kunststoffbasis, bestehen die True Gums aus dem Saft der Sapodilla-Bäume, die im zentralamerikanischen ... mehr

    Kaugummi kauen gegen Corona-Stress

    Die einen haben gerade viel zu viel Zeit, die anderen wissen gar nicht, wie sie in 24 Stunden ihr Tagespensum schaffen sollen. Stress pur heißt es nämlich bei vielen Menschen während der Coronakrise. Eine kleine Erleichterung kann Kaugummikauen schaffen. Studien* beweisen, dass regelmäßiges ... mehr

  • Firmen

    True. ApS

    True Gum wurde in Kopenhagen, Dänemark, hergestellt und begann als eine Neugründung der Gründer Jacob, Peter, Zabrina und Morten, die der Überzeugung waren, dass Kaugummi besser sein könnte. Im Jahr 2017 kam das Aha-Erlebnis - konnte ein Kaugummi hergestellt werden, der völlig frei von Plas ... mehr