11.10.2021 - Ben-Gurion University of the Negev

Künstliche Süßstoffe stören die bakterielle Kommunikation und können die Darmmikrobiota beeinflussen

Künstliche Süßstoffe haben Zucker in vielen Lebensmitteln und Getränken zunehmend ersetzt. Ihr langfristiger gesundheitlicher Nutzen bleibt jedoch unklar. Nun hat ein Team von Wissenschaftlern der Ben-Gurion-Universität des Negev unter der Leitung von Prof. Ariel Kushmaro und Dr. Karina Golberg sechs von der FDA zugelassene künstliche Süßstoffe getestet und festgestellt, dass sie die bakterielle Kommunikation beeinträchtigen. Keiner von ihnen tötet die Bakterien aktiv ab, aber drei der sechs beeinträchtigen die Kommunikation erheblich, was, so die Theorie der Wissenschaftler, zu Verdauungskrankheiten und Unwohlsein führen könnte.

Ihre Ergebnisse wurden soeben im International Journal of Molecular Sciences veröffentlicht.

"Die Tatsache, dass Bakterien Quorum Sensing nutzen, um miteinander zu kommunizieren, revolutioniert unser Verständnis und ermöglicht es uns, klarere Antworten zu geben. Künstliche Süßstoffe stören diese Kommunikation, was darauf hindeutet, dass künstliche Süßstoffe auf lange Sicht problematisch sein könnten", sagt der leitende Forscher Dr. Golberg.

Die Wissenschaftler stellten die Theorie auf, dass Sportnahrungsergänzungsmittel künstliche Süßstoffe in ausreichenden Mengen enthalten, um eine gute Grundlage für Tests zu bieten, da die Sportler ihre Zufuhr ständig überwachen. Sie testeten Aspartam, Saccharin, Sucralose, Acesulfam-Kalium (Ace-K), Advantame und Neotame. Bei dreien - Aspartam, Sucralose und Saccharin - wurde festgestellt, dass sie die bakterielle Kommunikation signifikant hemmen. Mindestens einer dieser drei Stoffe war in allen untersuchten Sportnahrungsergänzungsmitteln enthalten.

Um die Süßstoffe zu testen, verwendeten sie biolumineszente Indikatorbakterien, deren Leuchtkraft sich verringerte, wenn die bakterielle Kommunikation gestört war.

"Es gibt kaum eine genaue Kennzeichnung von künstlichen Süßungsmitteln auf Produkten, was es schwierig macht, zu wissen, wie viel jedes Produkt enthält. Unsere Forschung sollte die Lebensmittelindustrie dazu veranlassen, die Verwendung künstlicher Süßstoffe neu zu bewerten", sagt Prof. Ariel Kushmaro, Leiter des Labors für Umweltbiotechnologie im Avram und Stella Goldstein-Goren Department of Biotechnology Engineering der Ben-Gurion Universität. Dr. Golberg ist ein Forscher in seinem Labor. Prof. Kushmaro ist auch Mitglied des Ilse Katz Center for Nanoscale Science and Technology der BGU.

Weitere Forscher sind: Victor Markus, Orr Share, Marilou Shagan, Barak Halpern, Tal Bar, Esti Kramarsky-Winter und Prof. Robert Marks von der Ben-Gurion-Universität. Prof. Kerem Terali von der Near East University in Zypern und Prof. Nazmi Ozer von der Grine American University in Zypern.

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