30.06.2021 - University of Central Florida

Unhöfliches Verhalten am Arbeitsplatz keine Epidemie

Frühere Untersuchungen zeigen, dass 98 % der Angestellten unhöfliches Verhalten am Arbeitsplatz erleben, aber diese Statistik kann missverstanden werden, so eine neue Studie

Unhöfliches Verhalten am Arbeitsplatz ist mittlerweile so selbstverständlich wie Donuts im Pausenraum. Zwei Jahrzehnte Forschung über Mitarbeiterbeziehungen zeigen, dass 98 Prozent der Angestellten unhöfliches Verhalten am Arbeitsplatz erleben, aber jetzt legt eine neue Studie nahe, dass eine große Mehrheit der Beziehungen am Arbeitsplatz nicht durch Unhöflichkeit gekennzeichnet ist. Vereinzelte Vorfälle von unhöflichem Verhalten am Arbeitsplatz sind zwar recht häufig, deuten aber nicht auf eine weit verbreitete Unhöflichkeit zwischen Mitarbeitern und ihren Kollegen hin, so eine neue UCF-Studie.

"Weil frühere Forschungen darauf hindeuten, dass Unhöflichkeit am Arbeitsplatz schädlich und weit verbreitet ist, wird sie oft als Epidemie bezeichnet, aber unsere Ergebnisse zeigen, dass unhöfliches Verhalten weniger wie die Grippe und mehr wie die Cholera ist", sagt Shannon Taylor, außerordentlicher Professor für Management und Mitautor der Studie. "Es ist immer noch schädlich, aber viel seltener, und Ausbrüche werden oft auf eine einzige Quelle zurückgeführt - ähnlich wie eine kontaminierte Wasserpumpe."

Obwohl die Studie vor der COVID-19-Pandemie durchgeführt wurde, sagt Taylor, dass die Ergebnisse seines Teams genauso auf Remote-Arbeitsumgebungen anwendbar sind. Die Zusammenarbeit aus der Ferne bringt eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich, die zu Fehlkommunikation und Fehlinterpretationen führen können.

"Unsere Studie legt nahe, dass die Entwicklung und Aufrechterhaltung guter Beziehungen zu den Kollegen heute wichtiger denn je ist, wenn die Mitarbeiter zur Arbeit vor Ort zurückkehren", sagt Taylor.

Die Studie, die von der UCF-Doktorandin Lauren Locklear mitverfasst wurde, wurde diesen Monat im Journal of Applied Psychology veröffentlicht. Das Projekt nimmt den Einfluss von Beziehungen am Arbeitsplatz auf respektloses Verhalten im Büro genauer unter die Lupe.

Die Studie untersuchte unhöfliches Verhalten unter Restaurant-, Produktions- und Büroangestellten. Die Forscher fanden heraus, dass zwar die meisten Angestellten Unhöflichkeit am Arbeitsplatz erleben, diese Erfahrungen aber von einer kleinen Anzahl von Kollegen stammen. Obwohl 70 Prozent der Mitarbeiter Unhöflichkeit am Arbeitsplatz erlebten, waren nur 16 Prozent der Beziehungen am Arbeitsplatz durch unhöfliches Verhalten gekennzeichnet.

Die individuelle Persönlichkeit eines Mitarbeiters, seine Position und andere Eigenschaften sind wichtige Faktoren, die den Grad der Unhöflichkeit an einem bestimmten Arbeitsplatz bestimmen. Über alle Studiengruppen hinweg fanden die Forscher heraus, dass einzigartige Beziehungen zwischen Kollegen einen ebenso starken Einfluss darauf haben, ob Mitarbeiter unhöflich zueinander sind.

"Selbst wenn ein Angestellter ein Idiot zu allen ist und sein Kollege der Sandsack des Büros ist, gibt es immer noch etwas über ihre einzigartige Beziehung, das erklärt, wie gut sie miteinander auskommen", sagt Taylor. "Die meisten Menschen erleben zwar unhöfliches Verhalten, aber die meisten ihrer Beziehungen sind nicht von Unhöflichkeit geprägt."

Verhaltenserwartungen und die Kultur am Arbeitsplatz spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Beeinflussung von Misshandlungen durch Mitarbeiter. Aber die Vorstellungen eines Mitarbeiters darüber, wie seine Kollegen miteinander umgehen sollten , haben einen stärkeren Einfluss auf unhöfliches Verhalten als die Vorstellungen eines Mitarbeiters darüber, wie seine Kollegen tatsächlich miteinander umgehen.

"Die Vorstellungen der Mitarbeiter darüber, was bei der Arbeit 'richtig und falsch' ist, haben einen großen Einfluss darauf, was am Arbeitsplatz passiert", sagt Locklear. "Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass es starke Normen für Respekt und Höflichkeit am Arbeitsplatz gibt. Eine Null-Toleranz-Politik für solche unhöflichen Verhaltensweisen ist der Schlüssel, um Misshandlungen im Keim zu ersticken."

Klarheit und die Förderung positiver Interaktionen sind der Schlüssel dazu, sagen die Autoren der Studie.

"Unsere frühere Arbeit zeigt, dass Dankbarkeit und Wertschätzung wichtige Aspekte sind, um positive Mitarbeiterbeziehungen zu fördern und negatives Verhalten am Arbeitsplatz zu verringern", sagt Locklear. "Das Ausdrücken dieser positiven Verhaltensweisen wird entscheidend dafür sein, wie reibungslos wir zu persönlichen Arbeitsumgebungen zurückkehren."

Weitere Autoren der Studie sind: Donald H. Kluemper, außerordentlicher Professor am Department of Managerial Studies der University of Illinois at Chicago, und Xinxin Lu, Doktorandin am Department of Managerial Studies der University of Illinois at Chicago.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit einem Computersystem ohne menschlichen Eingriff übersetzt. LUMITOS bietet diese automatischen Übersetzungen an, um eine größere Bandbreite an aktuellen Nachrichten zu präsentieren. Da dieser Artikel mit automatischer Übersetzung übersetzt wurde, ist es möglich, dass er Fehler im Vokabular, in der Syntax oder in der Grammatik enthält. Den ursprünglichen Artikel in Englisch finden Sie hier.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Psychologie
Mehr über University of Central Florida