05.01.2021 - HASENBROT GmbH

Dank Hasenbrot können wir jetzt zusammen arbeiten

Gründer im Interview: Hasenbrot

Hasenbrot verkauft die erste Backmischung für Kinder, die komplett ohne Industriezucker auskommt. Ziel ist es, den Alltag vieler Eltern einfacher zu machen, indem sich der Aufwand für gesunde Snacks in Grenzen hält. Anna, erzählt im Interview der yumda-Redaktion, wie Hasenbrot den Weg auf den Markt gefunden hat.

Wie seid ihr auf die Idee mit euren Backmischungen für Kinder gekommen?

Wir sind 2018 selbst beide Mutter geworden und als die Kleinen angefangen haben richtig zu essen, wurde uns schnell klar, dass es eigentlich keine gesunden Snacks im Supermarkt gibt: Alles ist entweder voller Zucker, viel zu süß oder macht nicht lange satt. Da haben wir angefangen Muffins zu backen und überlegt, wie wir es anderen Eltern einfacher machen können, gesunde Snacks zuzubereiten.

Wie lange hat die Entwicklung gedauert und was waren die herbsten Rückschläge?

Begonnen haben wir im Frühjahr 2019, allerdings war unsere ursprüngliche Idee, die Muffins tiefgefroren anzubieten. Wir haben lange nach einem Bäcker gesucht, der unsere Idee mit uns umsetzt und bis das finale Produkt stand, hat es nochmal bis Januar 2020 gedauert. Für April hatten wir dann eine Crowdfunding Kampagne geplant - mit Verkostungsveranstaltungen, Video und allem drum und dran. Naja und dann kam Corona und wir saßen plötzlich mit unseren Kindern zu Hause, weil die Kita geschlossen war. Wir haben erstmal alles abgesagt und uns gesammelt - das war auch bitter nötig. Als klar war, dass die Pandemie und die Unplanbarkeit, die daraus entstanden ist, uns noch lange begleiten werden, haben wir für uns die Entscheidung getroffen, dass TK-Ware und vor allem TK-Versand für uns nicht handlebar ist. Weil wir die Idee von den gesunden Muffins aber nicht aufgeben wollten, haben wir die Hasenbrot Backmischung entwickelt.

Wie war das erste Feedback vom Markt?

Bei den Eltern kommt unsere Backmischung sehr gut an. Denn die meisten wollen sehr gerne, dass sich ihre Kinder gesund ernähren - haben aber oft nicht die Zeit sich intensiv damit zu beschäftigen oder glauben sehr gerne den Versprechungen der Lebensmittelindustrie. Wenn da draufsteht “Für Kinder”, dann muss es auch gesund sein - ist es aber leider in den meisten Fällen nicht. Wir haben bis jetzt nur positives Feedback bekommen - sind aber auch noch ganz am Anfang. Wir verkaufen erst seit 2 Monaten - da hält sich die Reichweite noch in Grenzen.

Vom Einzelhandel haben wir bis jetzt das Feedback bekommen, dass die Platzierung schwierig ist: Im Regal mit den Backmischungen würden wir neben Dr. Oetker und Co. untergehen, zu den Kindersnacks passen wir aber auch nicht so richtig, weil wir ja keine klassische Beikost sind. Da müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten.

Habt ihr euch den Markt so vorgestellt? Welche Besonderheiten hattet ihr zu meistern?

Uns war klar, dass der Lebensmittelmarkt eine harte Nummer ist, aber von der Vielschichtigkeit waren wir dann doch überrascht. Vor allem der Vertrieb bereitet uns gerade ein wenig Kopfzerbrechen, als Quereinsteigerinnen tun wir uns damit einfach schwer. Aber wir tasten uns langsam ran und sind jetzt erstmal froh, dass wir die Bio-Zertifizierung erfolgreich durchlaufen haben. Das bringt uns einen großen Schritt in Richtung Einzelhandel weiter.

Würdet ihr es wieder tun?

Unbedingt! Gerade jetzt in diesen unsicheren Zeiten ist es für uns ein riesen Vorteil so flexibel und unabhängig zu sein. Außerdem ist es ein wahnsinnig tolles Gefühl eine Idee wirklich umzusetzen. Nicht nur rumzusitzen und davon zu träumen oder zu sagen “was wäre wenn”, sondern am Ende des Tages ein neues Produkt in den Händen zu halten. Wenn wir dann noch von anderen Menschen hören, dass sie es gerne benutzen und ihre Leben dadurch einfacher ist, dass fühlt sich das einfach großartig an.

Was gebt ihr neuen Start-ups mit auf den Weg?

Macht Euch bewusst, wo Eure Stärken liegen und fokussiert Euch darauf! Wir haben lange gedacht, dass wir das, was wir nicht können schon irgendwie lernen und trotzdem selber machen. Pustekuchen. Am Ende hat man keine Zeit mehr die Dinge, die man gut kann, auch gut zu machen, weil man sehr viel Zeit dafür aufwendet, Sachen zu lernen. Das ist ein Teufelskreis, in den man am besten gar nicht erst reinkommen sollte.

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