12.08.2020 - Monster Worldwide Deutschland GmbH

Sommer-Dresscode im Job

Vollzeit Erwerbstätige wollen bei Hitze frei in der Kleiderwahl sein

40 Grad, keine Klimaanlage am Arbeitsplatz - Welcher Dresscode geht jetzt in Ordnung? Eine hauchdünne Mehrheit (38 Prozent) spricht sich dafür aus, es möge jeder selbst entscheiden, wie viel oder wenig er oder sie bei Hitze im Job anzieht - Hauptsache die Hitze lässt sich ertragen. Fast genauso viele sind Verfechter des Kompromisses "Arme frei, mehr bitte nicht" (37 Prozent). Nur acht Prozent der Deutschen sagen klar: Bitte keine nackte Haut im Job! Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage von Monster Deutschland und YouGov*. Elf Prozent wussten auf die Frage welcher Dresscode bei Hitze im Job okay ist gar keine Antwort. Sie stehen wohl immer noch vor dem Kleiderschrank und verzweifeln an der Aufgabe ein angemessenes Outfit auszusuchen. Leichter ist es für die sechs Prozent, die wie auch ihre Kollegen von zuhause arbeiten - hier kann der Dresscode flexibler gehandhabt werden.

Im Westen nichts Freies

Ein Blick in die verschiedenen Regionen Deutschlands zeigt: Im Osten ist man legerer unterwegs. Hier lassen 43 Prozent im Vergleich zu nur 37 Prozent im Westen jedem die freie Wahl beim Outfit. Am deutlichsten heben sich Sachsen-Anhalt und Thüringen vom Durchschnitt der Deutschen ab: Hier hat bei sommerlicher Hitze über die Hälfte (56 bzw. 52 Prozent) kein Problem mit nackter Haut im Job.** Im Westen bevorzugt die Mehrheit hingegen die Variante "Arme frei, sonst bitte nichts zeigen" (38 Prozent).

Mit der Hochzeit hört die Freizügigkeit auf

Nach Familienstand betrachtet zeigt sich, dass nackte Haut im Job für die Mehrheit der Singles erwartungsgemäß okay ist (43 Prozent). Auch bei den zusammen- (44 Prozent) sowie den getrenntlebenden Paaren (46 Prozent**) spricht sich die Mehrheit dafür aus, dass jeder selbst entscheiden soll was er oder sie bei sommerlichen Temperaturen am Arbeitsplatz anzieht. Der Anteil derer, die dem zustimmen, sinkt bei den Verheirateten jedoch deutlich: In dieser Bevölkerungsgruppe haben nur noch 36 Prozent kein Problem mit nackter Haut im Job.

Unabhängig vom Beziehungsstatus, sind sich acht Prozent der Männer und Frauen darin einig, dass nackte Haut im Job absolut nichts zu suchen hat. Allerdings ist die Mehrheit der Frauen der Meinung, mehr als die Arme dürfen nicht frei sein (39 Prozent vs. 35 Prozent der Männer), während Männer mehrheitlich allen selbst überlassen, wie viel Haut sie bei Hitze im Job zeigen (41 Prozent vs. 36 Prozent der Frauen).

40 Grad, 40 Stunden/Woche und volle Montur? Nein, danke!

Unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema Kleiderwahl im Job bei Sommerhitze ergeben sich auch aus der Beschäftigungsart. Während nur rund ein Drittel der in Teilzeit und nicht Erwerbstätigen jedem die Wahl seiner Kleidung selbst überlässt, spricht sich eine Mehrheit von 44 Prozent der Vollzeitkräfte dafür aus.

"Diese Zahlen zeigen deutlich, dass der Dresscode im Job bei Sommerhitze viel Stoff für Diskussion bietet.", erklärt Dr. Katrin Luzar, Senior Director Marketing bei Monster. "Wer 40 Stunden die Woche im überheizten Laden, in der Produktion oder auch im Büro ohne Klimaanlage arbeitet, ist einer enormen Belastung ausgesetzt. Arbeitgeber sollten das anerkennen, Verständnis zeigen und ihre Vorgabe den Bedingungen anpassen. Professionalität zeigt sich nicht am Jackett oder der hochgeschlossenen Bluse."

*Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2032 Personen zwischen dem 27. und 29.07.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

**Befragte Personenzahl unter 100.

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