24.05.2019 - Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)

MRI-Bewertung des BLL-Kennzeichnungsmodells: Verbraucherforschung sollte abgewartet werden

Zu der Bewertung des Nährwertkennzeichnungsmodells des Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL - zukünftig Lebensmittelverband Deutschland) durch das Max Rubner-Institut (MRI) kommentiert BLL-Präsident Philipp Hengstenberg: "Das Max Rubner-Institut hat bei unserem Modell genau wie bei den vorher bereits untersuchten Nährwertkennzeichnungsmodellen gemäß der vom Institut angelegten Kriterien Vor- aber auch Nachteile festgestellt.

Im ersten Bericht des MRI hieß es dazu, dass keines der Modelle uneingeschränkt empfohlen werden kann. Für die Mehrheit der BLL-Mitglieder ist es wichtig, dass eine vereinfachte Nährwertkennzeichnung eben keine Gesamtbewertung des Lebensmittels vornimmt, sondern die Kalorien und die Nährstoffe nach wie vor differenziert voneinander betrachtet werden können, wie das auch bei der Nährwerttabelle der Fall ist. Deshalb sind wir sehr gespannt auf die Ergebnisse der Verbraucherbefragung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, in die auch das BLL-Modell einbezogen wird. Danach wissen wir alle mehr und können die Diskussion zu einem konstruktiven Ergebnis weiterführen, das Europa und eine europäische Lösung im Blick hat."

Hintergrund:

Der BLL unterstützt das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel der Etablierung eines vereinfachten Nährwertkennzeichnungssystem, um den Verbrauchern eine zusätzliche Orientierung zu bieten. Das BLL-Modell, das auf der Vorderseite von verpackten und verarbeiteten Lebensmitteln die wesentlichen Nährstoffe sowie die Kalorienzahl anschaulich und leicht verständlich visualisiert, hatte der Verband im April 2019 vorgestellt und empfohlen.

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