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Hat das Frühstück in den Staaten an Bedeutung verloren?

17.04.2019

Photo by Joseph Gonzalez on Unsplash

Symbolbild

Stimmten 2014 noch 55 Prozent der amerikanischen Verbraucher zu, dass Frühstück wichtiger sei als Mittag- oder Abendessen, taten dies vergangenes Jahr nur noch die Hälfte der Konsumenten. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich viele Amerikaner unter Zeitdruck fühlen und daher oftmals das Frühstück auslassen.

Generell können wir feststellen, dass sich Essensgewohnheiten verändert haben und viele Verbraucher heute eher zu Snacks anstatt zu richtigen Mahlzeiten greifen. So geben etwa knapp drei Viertel der amerikanischen Konsumenten an, am Morgen einen kleinen Snack anstatt eines richtigen Frühstücks zu essen. Der Mintel-Report über Frühstücks- und Brunch-Trends für die amerikanische Gastrobranche belegt, dass leicht bekömmliche Lebensmittel zum Mitnehmen immer mehr in den Fokus rücken. Restaurantgäste sind außerdem zunehmend daran interessiert, Frühstücks-untypische Lebensmittel am Morgen zu essen und klassische Frühstücksgerichte stattdessen später am Tag zu verzehren. Dies bietet sowohl für Einzelhändler wie auch für Restaurantbetreiber neue Wachstumschancen.

Verbraucherbedürfnisse:

Convenience, Genuss und Gesundheit

Fast sechs von zehn Amerikanern haben in den letzten drei Monaten zu Frühstück gegessen oder gebruncht. Unter der Woche entscheiden sie sich dabei meist für bequeme und erschwingliche Fast-Food- und Coffeeshops, während sie am Wochenende eher zu Restaurants tendieren.

Neben der Convenience sind amerikanische Verbraucher ebenfalls auf der Suche nach gesunden Frühstücksoptionen, die gleichzeitig eiweißreich, fruchthaltig und zuckerarm sind. Speisen mit hohem Proteingehalt und frischen Zutaten passen zum Konsumentenwunsch für schmackhafte und frische Frühstücksgerichte, die lange sattmachen.

Vielfalt zum Mitnehmen

Menüvielfalt und hochwertige Zutaten sind unerlässlich, um Gäste anzusprechen, die auf Frühstücks- und Brunch-Menüs nach speziellen Frühstückskombinationen sowie hochwertigen und hausgemachten Gerichten Ausschau halten. Darüber hinaus bieten saisonale, lokale und einzigartige Zutaten die Möglichkeit, sich vom Wettbewerb zu differenzieren.

Unterwegs wünscht sich ein Viertel der Amerikaner mehr Grab-and-Go-Optionen, wobei die meisten bevorzugt in Restaurants frühstücken. Essen zum Mitnehmen und zusammenstellbare Frühstücksbrote, Donut-Sticks und proteinhaltige Smoothies sind beliebte Snacks, die Amerikaner außer Haus zu sich nehmen.

Ausblick:

Internationale Speisen im Trend

Nur vier von zehn Amerikanern, die regelmäßig frühstücken, bevorzugen klassische gegenüber trendiger Frühstücksnahrung – dies zeigt, dass Geschmacks- und Formatinnovationen noch viele Wachstumschancen bergen. Sei es im Einzelhandel oder beim Besuch eines Restaurants: Heutzutage sind viele Konsumenten einer einzigartigen Fülle internationaler Gerichte ausgesetzt, und auch wir bei Mintel sehen im Angebot internationaler Speisen viel Potenzial. Einige Restaurantbetreiber setzen schon auf Speisen mit internationalem Twist, wie etwa Eggs Benedict mit kolumbianischem Maisfladen oder French Toast aus japanischem Milchbrot.

Genussvolle Brunch-Auswahl

Amerikanische Konsumenten sehen Brunch als Möglichkeit an, sich gemeinsam mit Freunden und Familie etwas zu gönnen und dabei zu entspannen. Um auf das Schlemmervergnügen der Amerikaner zu reagieren, bieten immer mehr Restaurantbetreiber besondere Leckereien wie Geburtstagskuchen-Waffeln, frittiertem French Toast und Brunch-Cocktails im XL-Format an.

Leckere Veggie-Optionen

Auch in den Staaten wächst das Interesse an pflanzlichen Lebensmitteln, wobei Restaurants sicherstellen wollen, dass ihre Fleischalternativen keinen schlechten Kompromiss darstellen. Erwähnenswerte Beispiele sind etwa der Breakfast Burrito mit Rührei aus Mungobohnen von Veggie Grill, sowie die Benedict Brunch Bowl von Urban Remedy mit veganer Hollondaise-Sauce und Auberginen-„Speck“.

Einzigartige Kaffeespezialitäten

Zwei von fünf amerikanischen Verbrauchern sind an aromatisierten Kaffeespezialitäten interessiert, während sich ein Viertel mehr Cold-Brew-Varianten in Restaurants und Coffeeshops wünscht. Qualitativ hochwertige Kaffeesorten zahlen sich aus: So besucht etwa ein Siebtel der Amerikaner Cafés basierend auf der dortigen Kaffeequalität. Etwas wilde Kreationen bietet etwa die aus L.A. stammende Kette Alfred Coffee an; deren Chagaccino setzt sich aus Nitro Cold Brew, einer Mischung aus Mandel- und Cashew-Milch sowie einer Prise Chaga-Pilz zusammen. Den Oregon Latte erhält man hingegen bei dem Coffeeshop Never Coffee Lab in Portland. Dieser ist mit Cascade-Hopfen, Dulce de Leche und Meersalz verfeinert.

Fazit von Mintel:

Restaurantbetreiber und Einzelhändler in den Staaten müssen nicht mehr nur auf die variierenden Bedürfnisse der Konsumenten nach Wochentag und Tagesstunde eingehen, sondern auch den Spagat zwischen Gesundheit und Genuss, sowie Convenience und Freizeit meistern. Schließlich wird es weiterhin wichtig sein, für Frühstücksnahrung über die Morgenstunden hinaus zu werben. Restaurant- und Coffeeshop-Betreiber sollten auf ein abwechslungsreiches Menü setzen, auf dem gleichermaßen Klassiker wie auch unkonventionelle Speisen zu finden sind, um so den vielfältigen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden.

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