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Zuckersparte von Südzucker enttäuscht Anleger herbe

28.03.2019

Ein Gewinneinbruch und eine mehr als halbierte Dividende von Südzucker <DE0007297004> sind Anlegern am Mittwoch bitter aufgestoßen. Der Aktienkurs brach am Nachmittag um fast elf Prozent auf den niedrigsten Stand seit Anfang des Jahres ein. Das Unternehmen muss zudem bei der Zucker-Sparte 700 Millionen Euro abschreiben.

Vorläufigen Zahlen zufolge sank der Umsatz für das Ende Februar ausgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 von 6,98 Milliarden auf rund 6,75 Milliarden Euro. Das operative Konzernergebnis lag wegen der Probleme in der Zucker-Sparte bei rund 25 Millionen Euro - im Vorjahr hatte Südzucker noch 445 Millionen Euro erzielt. Den Aktionären wird eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie vorgeschlagen. Für das vergangene Geschäftsjahr hatte Südzucker noch 0,45 Euro je Aktie gezahlt.

"Die Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20 ist vor dem Hintergrund der sehr volatilen Zucker- und Ethanolmärkte von hoher Unsicherheit geprägt", teilte das Unternehmen mit. Gerade diese Unsicherheit komme an der Börse schlecht an, sagte ein Händler. Die schlechten Nachrichten hierzu rissen nicht ab, das Unternehmen scheine für das Problemkind Zuckersparte einfach keine Lösung zu finden. Es passe ins Bild, dass Südzucker mit einem operativen Verlust in diesem Segment von 200 bis 300 Millionen Euro rechne.

Zu Jahresbeginn hatte Südzucker die Anleger noch auf steigende Zuckerpreise hoffen lassen. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass sich infolge der europaweit knappen Ernte seit einigen Wochen eine Erholung der Erlöse abzeichne. Analysten hatten dies als Hinweis auf wieder steigende Zuckerpreise nach einem extrem trockenen Sommer gewertet. Der Aktienkurs war daraufhin binnen zwei Wochen um fast 17 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Juni vergangenen Jahres gestiegen. Diese Kursgewinne sind nun wieder Makulatur./bek/nas/he (dpa)

 

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