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Lebensmittelwirtschaft fordert die Einhaltung der Grundsatzvereinbarung zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie

20.12.2018

Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) konstruktiv, konsequent und kritisch in seinem Vorhaben, mit Hilfe einer "Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie" der Entstehung und Verbreitung von Übergewicht und nichtübertragbaren Krankheiten entgegenzuwirken und eine gesunde Ernährungsweise zu fördern. Die vorgelegte Strategie enthält allerdings zu weitreichende Forderungen und Ambitionen, deshalb bleibt für den Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft die gemeinsame Grundsatzvereinbarung zwischen BMEL und BLL verpflichtend.

BLL-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff erläutert: "Wir haben in harten, aber fairen Verhandlungen mit Bundesministerin Julia Klöckner uns bereit erklärt, dort Verantwortung zu übernehmen, wo es wissenschaftlich sinnvoll und technologisch möglich ist. Eine Reduktion von Zucker, Fett oder Salz ist mit enormen Herausforderungen verbunden, damit Qualität, Sicherheit und vor allem der Geschmack eines Lebensmittels erhalten bleiben. Aufwand und Grenzen eines solchen Prozesses werden von Politik und Zivilgesellschaft häufig unterschätzt und Kundenbedürfnisse nicht mitbedacht. Unser Maßstab bleiben ganz klar die Kunden, die in einer freien und sozialen Marktwirtschaft das Sortiment nach ihrer eigenen Entscheidung und ihren geschmacklichen Vorlieben bestimmen. Eine Strategie, die gegen die Menschen antritt, sie erziehen oder zu einem bestimmten Lebensstil zwingen will, wird niemals erfolgreich sein. Deshalb bedarf es kluger, innovativer und verbraucherakzeptierter Produktentwicklungen. Seit Jahren arbeiten die Unternehmen erfolgreich an ihren Rezepturen und stellen ein umfassendes Angebot an Nahrungsmitteln und Getränken zur Verfügung, die den Wünschen, Bedürfnissen und Geschmäckern der Kunden entsprechen - unter Berücksichtigung der Sicherheit, Qualität, Bezahlbarkeit und Verfügbarkeit. Jede Ernährungsstrategie muss deshalb sicherstellen, dass die Freiheit der Unternehmen, die Innovationen erst möglich macht, erhalten bleibt. Aus diesem Grund sehen wir die Ankündigung regulatorischer Maßnahmen im Falle eines für das Ministerium nicht zufriedenstellenden Ergebnisses sehr kritisch. Denn am Ende des Tages wird an der Kasse über die Zukunft von Produkten entschieden, nicht im Plenarsaal."

Erwartungsvoll äußert sich Minhoff mit Blick auf die weiteren Akteure, die bei der Erarbeitung der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie beteiligt waren: "Bundesministerin Julia Klöckner hat sich von Beginn an als faire und konstruktive Taktgeberin gezeigt, indem sie erstmals alle Beteiligten an einen Tisch geholt hat. Damit hat sie die Weichen für eine gemeinsame Strategie gestellt, bei der jeder seinen Teil im Rahmen seiner Möglichkeiten beiträgt. Leider bleibt das nun vorliegende Strategiepapier in diesen Punkten vage. Die Vertreter der Krankenkassen und Gesundheitsverbände sollten ihre ganz konkreten Maßnahmenpakete vorlegen und erklären, was sie zur Förderung eines gesunden Lebensstils beizusteuern haben. Nicht nur von anderen fordern, sondern auch selbst die Initiative ergreifen."

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