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Stigmatisierung beenden

Süßstoff-Verband unterstützt Weltadipositastag 2018

11.10.2018

„Faul, undiszipliniert, langsam“ – so werden Übergewichtige und adipöse Menschen in der Öffentlichkeit und den Medien häufig dargestellt. Ein Umstand, der viele Betroffene psychisch belastet und damit das Abnehmen zusätzlich erschwert. Denn „Adipositas ist eine Krankheit, die von vielschichtigen Ursachen begünstigt wird“, erklärt Diplom-Oecotrophologin Anja Krumbe vom Süßstoff-Verband e.V. Der diesjährige Weltadipositastag am 11. Oktober hat sich mit dem Hashtag #endweightstigma zum Ziel gesetzt, auf die zahlreichen Fälle von Diskriminierung übergewichtiger Menschen aufmerksam zu machen. Er ruft Medien und Mitglieder sozialer Netzwerke auf, Diskriminierung und Stigmatisierung zu unterlassen und stattdessen sensibel, fair und menschlich mit dem Thema Übergewicht und Adipositas umzugehen. Der Süßstoff-Verband unterstützt dieses Ziel.

Das gesellschaftliche Stigma, mit dem Übergewicht und Adipositas belegt sind, erhöht den Leidensdruck der Betroffenen. So einfach wie „die essen zu viel und bewegen sich zu wenig“ ist es nicht, weiß Ernährungswissenschaftlerin Anja Krumbe. Stress, wenig oder schlechter Schlaf, Medikamente, Depressionen oder Bewegungseinschränkungen sind nur einige Beispiele für Faktoren, die bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen, erklärt sie: „Auf Ernährungsebene können Süßstoffe als kalorienarmer Zuckerersatz Betroffene bei einer gesunden Gewichtsabnahme unterstützen. Auf psychischer Ebene ist es durch Diskriminierung aus der Öffentlichkeit und den Stellenwert von Adipösen in unserer Gesellschaft weitaus komplizierter. Doch die psychische Gesundung der Betroffenen ist mindestens genauso wichtig.“ Deshalb unterstützt der Süßstoff-Verband den Adipositastag 2018 und ruft Medien, soziale Netzwerke und die gesamte Gesellschaft auf, Adipositas als Erkrankung ernst zu nehmen, mit den Betroffenen fair umzugehen und sie auf ihrem Weg aus der Erkrankung positiv und motivierend zu begleiten. 

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