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VKI-Test: Fertige Blätterteige

Testsieger ohne Palmöl

30.08.2018

flockine/ Pixabay

Natürlich ist es möglich, Blätterteig selbst herzustellen. Wer es schon einmal probiert hat weiß, wie mühsam das ist und wie leicht dabei etwas schiefgehen kann. Deshalb sind fertige Blätterteige aus dem Supermarkt wohl auch so beliebt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat daher 15 fertige Blätterteige mit Preisen von 24 Cent bis 1,72 Euro pro 100 Gramm getestet. Unter den Kandidaten finden sich auch 2 Light-Produkte und 1 glutenfreier Artikel. Da die Teige meist mit einem Backpapier versehen sind, wurde auch dieses genau unter die Lupe genommen.

Selbst gekauft statt selbst gemacht
Weizenmehl, Wasser und Salz zu einem Teig kneten und rechteckig ausrollen. Der Anfang eines selbstgemachten Blätterteiges klingt noch recht einfach. Doch dann folgt das Mühsame: In diesen Grundteig einen Butterziegel einschlagen und wieder mit dem Nudelwalker drübergehen. Danach Teig wieder einschlagen und ausrollen. Wiederholen bis etwa hundert Schichten Teig daraus geworden sind. Sollte der Teig einmal reißen, wird daraus aber nie ein luftiger Blätterteig, sondern ein verklebter, öliger Klumpen. Da verwundert es nicht, dass hauptsächlich Profis und Puristen sich diese Prozedur antun. Noch dazu, weil fertige Blätterteige in großer Auswahl und sehr günstig zu haben sind.

Große Vielfalt
Der VKI hat 15 Blätterteige aus dem Kühlregal untersucht, darunter waren 2 Light-Produkte und ein glutenfreies. Außerdem stammten die Zutaten von 2 Artikeln aus biologischer Landwirtschaft. Die Preise pro 100 Gramm lagen zwischen 24 Cent und 1 Euro. Nur die Glutenfreiheit eines Teiges musste mit 1,72 Euro deutlich teurer bezahlt werden. Die Eigenmarken der Supermärkte sind in der Regel günstiger als die Markenartikel.

Hoher Fettgehalt
Ein Blätterteig wird zwar kaum als gesundheitsförderndes Lebensmittel gesehen. Aber wie viel Fett, gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren, Salz und Schadstoffe sind denn in den verschiedenen Blätterteigen enthalten? Was das Salz angeht, blinkt die Nährwertampel bei allen Testkandidaten gelb. Wenn der Gesamtfettgehalt unter die Lupe genommen wird, warnt die Ampel nur bei 3 Fabrikaten in Gelb, sonst leuchtet sie bei allen Produkten wegen der zu großen Mengen rot. Noch einheitlicher sieht die Situation bei den gesättigten Fettsäuren aus: Hier erscheint wegen der hohen Werte ausnahmslos das Rotlicht. Auf den Geschmack wirkt sich der im Schnitt recht hohe Fettgehalt offenbar günstig aus, 13 von 15 Produkten wurden von Laientestern als „gut“ befunden. 

Unterschiedlich starke Schadstoffbelastung
Ein großes Augenmerk legten die Tester auf Schadstoffe. Diese Kategorie machte 30 Prozent der Bewertung aus. Am öftesten wurde hier die Note durchschnittlich vergeben. Zweimal gab es jedoch ein „sehr gut“, einmal ein „weniger zufriedenstellend“. Mit 20 Prozent floss auch das beigefügte Backpapier in die Bewertung ein. Hier waren vor allem die Schadstoffe und die Hitzebeständigkeit von Relevanz. 

Eigenmarke ohne Palmöl ist Testsieger
Der Testsieger war in mehreren Kategorien einzigartig. So verwendete nur er echte Butter statt dem mittlerweile üblichen Palmöl und sein niedrigerer Gesamtfettgehalt lag im Bereich der Light-Produkte. Er bekam bei der Zeugnisverteilung eines von insgesamt 5 „gut“. 9 Mal gab es ein „durchschnittlich“, 1 Mal nur ein „weniger zufriedenstellend. Unter den Top 5 finden sich 4 Eigenmarken und nur 1 Markenartikel.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Palmöl
  • Eigenmarken
  • Gesamtfettgehalt
  • Fettsäuren
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