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Foodwatch fordert Pflichtvorgaben für Schul- und Kitaessen

14.08.2018

pixabay/Hans

Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert zum Start des neuen Schuljahres die Einführung von Pflichtstandards für das Essen in Schulen und Kitas. «Die Bundesländer müssen endlich verpflichtende Qualitätsstandards für die Verpflegung an allen Schulen und Kindergärten einführen», sagte Geschäftsführer Martin Rücker in der «Passauer Neuen Presse» (Montag). «Die Länder lehnen das aus Kostengründen ab und leisten damit der grassierenden Fehlernährung von Kindern Vorschub.»

Rücker wies darauf hin, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schon 2007 im Auftrag der Bundesregierung erstmals Qualitätsstandards für eine ausgewogene Kost in den Schulkantinen veröffentlicht hatte. Diese würden aber in der Regel nicht erfüllt. «Es ist ein Skandal, dass diese Kriterien gut zehn Jahre später noch immer an den meisten Schulen ignoriert werden», kritisierte Rücker. 

Laut Foodwatch sollen nur zwei Bundesländer - Berlin und das Saarland - die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu verpflichtenden Kriterien zumindest bei Neu-Ausschreibungen für die Verpflegung gemacht haben. «Selbst in staatlichen Einrichtungen sind die Speisepläne oft zu süß, zu fettig, zu fleischlastig und enthalten zu wenig Obst und Gemüse», sagte Rücker. Bei den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung handelt es sich bisher nur um Empfehlungen, verpflichtend sind sie nicht. (dpa)

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