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Ergebnisse des Expertengesprächs „Mögliche Koffeinwirkungen auf das Herzkreislaufsystem von Kindern und Jugendlichen“

11.08.2017

freepik

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat am 26. April 2017 in Berlin ein Experten-gespräch zu möglichen Wirkungen von Koffein auf das Herzkreislaufsystem von Kindern und Jugendlichen durchgeführt.

Im Rahmen dieses Expertengesprächs sollte diskutiert werden, ob und inwieweit langfristig hohe Koffeinaufnahmen bei Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung der Dosis-Wirkungs-Beziehung ursächlich zur Entstehung von Herzkreislauferkrankungen beitragen können. An dem Gespräch nahmen Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Kinder-kardiologie, der Toxikologie, Pharmakologie, der Epidemiologie und der Ernährungsmedizin sowie Vertreterinnen und Vertreter des Robert-Koch-Institutes (RKI), des Bundesministeri-ums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) teil. In Vorträgen und einer anschließenden Diskussion wurde der derzeitige Kennt-nisstand zu diesem Thema zusammengetragen und erörtert.

Es bestand Einigkeit darüber, dass bisher keine Studien vorliegen, die mögliche Zusammen-hänge zwischen langfristig hohen Koffeinaufnahmen (auch in Form von Energy Drinks) und Langzeitfolgen auf das Herz und das Kreislaufsystem bei Kindern und Jugendlichen unter-sucht haben. Es wurde weiterhin vorgetragen, dass diesbezüglich erhebliche Datenlücken bestehen, deren Schließung jedoch auf größere methodische Schwierigkeiten stößt.

Das BfR hat bereits seit Jahren auf die möglichen gesundheitlichen Risiken eines übermäßig hohen Konsums von Energy Drinks bei Kindern und Jugendlichen hingewiesen. Ein über-mäßiger Verzehr von Energy Drinks, der zu einer Überschreitung der nicht mehr als sicher erachteten Koffeinaufnahmemengen bei Kindern und Jugendlichen führt, könnte auch allein unter Berücksichtigung der bereits bekannten akuten Wirkungen von Koffein negative Aus-wirkungen auf das Herzkreislaufsystem bei Kindern und Jugendlichen haben. Das BfR empfiehlt, dieses identifizierte mögliche gesundheitliche Risiko für Kinder und Ju-gendliche zu minimieren. Dies kann Maßnahmen zur gezielten Aufklärung beinhalten und/oder gegebenenfalls weitere Maßnahmen betreffen, die das Ziel verfolgen, einem übermäßigen Verzehr von Energy Drinks insbesondere bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken.

Die Ergebnisse finden Sie rechts neben dem Artikel verlinkt.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
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